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Autor: Irene Meissner

Bungalow

18. Juli 2021, 11.15 Uhr
Bungalow    >>> arte

In den Hollywood Hills steht das Stahl House, Inbegriff dessen, was Westdeutsche sich unter einem Bungalow vorstellen: Flachdach, viel Glas, Pool und mit Blick auf das Häusermeer von Los Angeles. Franzosen kommt beim Wort „Bungalow“ eher eine einfache Ferienhütte in den Sinn. Der Ursprung des „bangolo“ liegt in Bangladesch. Britische Kolonialherren exportierten die Bauform und das Wort Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa.

Sommerpause

Die SEP RUF TALKS machen Sommerpause. Die Reihe wird ab Herbst 2021 fortgesetzt. Der Vortrag von Winfried Brenne über die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg: „Denkmalgerechte Sanierung und Neubau eines Ausweichgebäudes“, 21. Juni 2021, ist auf Vimeo abrufbar. 

Sep Ruf Talks 03

„Die Räume sind hell, daß man größte Lust hat, darin zu arbeiten, Sonne und Licht können durch ganze Fensterwände hereinströmen und der Blick geht hinaus auf Sand, Föhren und frisches Grün (…)“ Fritz Griebel, Akademiedirektor, in seiner Festrede zur Eröffnung der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, 15. Juni 1954


Am Montag, den 21.6.2021, 18.30 Uhr, findet der dritte „SEP RUF TALK“ statt. Winfried Brenne (Brenne Architekten Berlin) wird über die Sanierung der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, eines der Hauptwerke von Sep Ruf, sprechen. Im Herbst 2020 wurde in einem ersten Schritt die notwendig gewordene Sanierung des ersten Pavillons der wegweisenden Anlage unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes abgeschlossen. Der Vortrag ist über Vimeo abrufbar.

Im Alter von nur 39 Jahren wurde Sep Ruf 1947 zum Professor für Architektur und Städtebau an die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg berufen, die 1943 kriegsbedingt in das Deutschordensschloss in Ellingen ausquartiert worden war. Nach einem gewonnenen Wettbewerb erhielt er drei Jahre später den Auftrag für den Neubau einer auf moderne Bedürfnisse zugeschnittenen Kunsthochschule. Die Akademie im Grünen am Nürnberger Stadtrand, abseits von der „braun konnotierten Altstadt“, sollte auch architektonisch einen Neuanfang dokumentieren.

SEP RUF HAUS 70

SEP RUF HAUS feiert 70. Geburtstag!

+++ „Ein neues Wohnhaus in München zieht lange Schlangen von Interessierten an, die einen Blick hineinwerfen wollen.“ Schauen Sie einmal in München beim Schaukasten an der Theresienstraße 46 vorbei und lesen Sie die Einträge rund um das Haus auf dieser Seite. +++

Jeden Donnerstag haben wir im New-Ticker zehn Wochen lang einen neuen Beitrag rund um das Sep Ruf Haus eingestellt. Alle Beiträge sind am Ende dieses Eintrags abgelegt. Start: 29.04.2021 (1) | 06.05.2021 (2) | 13.05.2021 (3) | 20.05.2021 (4) | 27.05.2021 (5) | 03.06.2021 (6) | 10.06.2021 (7) | 17.06.2021 (8) | 24.06.2021 (9) | 01.07.2021 (10)


Vom 7. bis 15. April 1951 konnten in dem von Sep Ruf geplanten Wohnhaus an der Theresienstraße (damals als Hochhaus bezeichnet) eingerichtete Musterwohnungen besichtigt werden, Interessenten standen Schlange.  

Mit dem Gebäude setzte Sep Ruf sowohl ein markantes Zeichen für einen modernen Wiederaufbau Münchens, wie auch für eine neue Form des Wohnens. Die Bebauung stand im Gegensatz zur Masse des damaligen sozialen Wohnungsbaus sowie der weitgehend konservativen Münchner Nachkriegsarchitektur. 

Erinnerungen

Sep Ruf im Stadion von Delphi/Griechenland, Foto: Ludwig Thomeier

Erinnerungen an Sep Ruf

(1) Otto Steidle (1943–2004)
(2) Johannes Ludwig (1904–1906)
(3) Karl Schwend (1890–1968)
(4) Manfred Adams (1931–2019)
(5) Werner Wirsing (1919–2017)
(6) Leopold Wiel (*1916)
(7) Theo Kief (1922–2020)
(8) Paul M. Wolff (1929–?)
(9) Golo Mann (1909–1994)
(10) Eine Matinee zum 100. Geburtstag von Sep Ruf, 9.3.2008
(11) Peter Lanz (*1930)
(12) Wilhelm Schaupp (1922–2005)

Die Erinnerungen werden in unregelmäßiger Folge fortgesetzt.

Besuchen Sie auch das Grab von Sep Ruf auf dem Bergfriedhof in Gmund.

Studio Bonn Kanzlerbungalow

12. Mai 2021
Neue Reihe im Kanzlerbungalow: Studio Bonn – Listening to the Future

Das neue Diskursformat der Bundeskunsthalle geht an den Start
Premiere am 12. Mai 2021 mit Monika Grütters und Eva Kraus zur Zukunft der Kulturpolitik – im Stream aus dem Kanzlerbungalow


Mit STUDIO BONN startet die Bundeskunsthalle am 12. Mai 2021 ein neues Diskursformat. Es widmet sich in den kommenden Jahren verschiedenen Themenzyklen, beginnend mit der Programmreihe „The Common Ground“ über das Verhältnis von Kultur und Gesellschaft. Zur Premiere sprechen Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Intendantin Eva Kraus mit dem neuen Programmkurator Kolja Reichert über die Zukunft der Kulturpolitik.

The Common Ground – Die Zukunft der Kulturpolitik
Mittwoch, 12. Mai 2021, 20.15 Uhr digital
im Stream aus dem Kanzlerbungalow

Sep Ruf Talks 02

„Das achtgeschossige Wohnhochhaus, das der Architekt Sep Ruf für den Verein zur Behebung der Wohnungsnot e.V. Nürnberg an der Theresienstraße errichtete, hat für das so stark von konservativem Lokalgeist beherrschte Planen und Bauen in München größte Bedeutung. Es ist (…) der erste vollendete Neubau von in Befangenheiten in historischen Reminiszenzen völlig freien Formen.“ Hans Eckstein, 1951


Am Montag, den 26.4.2021, 18 Uhr, findet unser zweiter „SEP RUF TALK“ statt. Diesmal widmen wir uns dem Sep Ruf Haus an der Theresienstraße in München, das vor 70 Jahren fertiggestellt wurde. Für ein Gespräch konnten wir Alexander Bauer (BKS & Partner, Bauer Reichert Seitz Architekten), der selber im Haus wohnt und 2010 die Sanierung der Balkone durchgeführt hat, und Susanne Muhr (lynx architecture), Architektin und Bewohnerin des Hauses, gewinnen. Lassen Sie sich überraschen.

Sep Ruf schuf mit der schmalen, von der Grundstücksgrenze zurückgesetzten Wohnscheibe (damals als Hochhaus bezeichnet) und mit den vom Boden bis zur Decke geöffneten Fenstern „menschenwürdige Lebensräume“, dies war für ihn keine formale Angelegenheit, sondern eine „soziale Verpflichtung“. 

Sep Ruf Talks

„Büro-Architektur interessiert im allgemeinen nur wenige. Man nimmt sie hin und verhält sich ihr gegenüber gleichgültig. Allenfalls wird sie in Bausch und Bogen beschimpft – mit den Worten etwa: ‚Schon wieder so ein Glaspalast’ oder ‚gesichtslose Rasterfassade’ oder ‚noch ein sturer Verwaltungskasten’. (…) Daß das nicht stimmt, beweisen in zunehmender Zahl neue Büro-Gebäude (…) auch Sep Rufs neues Haus für das ‚Technische Zentrum’ der Bayerischen Vereinsbank“. Peter M. Bode, 1970


Am Montag, den 22.3.2021, 18 Uhr, startet unsere neue Online-Gesprächsrunde „SEP RUF TALKS“. In der ersten Veranstaltung geht es um den von Sep Ruf geplanten Münchner Tucherpark.

Anfang Dezember 2019 wurde mit dem Verkauf des Münchner Büroquartiers „Am Tucherpark“ an die Commerz Real und den Projektentwickler Hines einer der größten Finanzdeals von Gewerbeimmobilien in der Geschichte der Bundesrepublik publik. Wie den Medienberichten zu entnehmen war, soll das 15 Hektar große, unter Landschafts- und Ensembleschutz stehende Areal nachverdichtet und in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden. Was ist seitdem passiert? Darüber wollen wir informieren und mit den Verantwortlichen sprechen.