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Nachkriegsmoderne

Wohnanlage Franz-Joseph-Straße/Habsburgerplatz, Sep Ruf 1951–1954 

Nachkriegsmoderne

„Man hat sehr klug getan, auf die Restauration des alten Rokoko-Saals, reizend wie er war, zu verzichten, auf den Versuch also ins ‘Es war einmal’ zurückzukehren und ein Bild zu schaffen, das beinahe so aussähe, als ob nichts geschehen wäre; viel edler im Gemüt, aus dem Schutt das ganz Neue, entschlossen Moderne, klar und heiter vorwärtsblickende unsentimental und tapfer erstehen zu lassen. Die Würde einer langen und glänzenden künstlerischen Geschichte, die sich dort abspielt, bleibt der Stätte trotzdem erhalten.“ 

Thomas Mann 1951 an den Staatsintendanten Alois Johannes Lippl anlässlich der bevorstehenden Wiedereröffnung des Münchner Residenztheaters. Auch Sep Ruf, der 1936 für Alois Johannes Lippl dessen Wohnhaus gebaut hatte, hatte Pläne zum Wiederaufbau vorgelegt. Ausgeführt wurde das neue Münchner Residenztheater dann aber von Karl Hocheder.

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März 2021
Der Berliner Architekt, Stadtplaner und Künstler Werner Düttmann (1921–1983) wäre am 6. März 2021 100 Jahre alt geworden. Das vom Brücke-Museum initiierte und konzipierte Projekt Werner Düttmann. „Berlin. Bau. Werk“ würdigt dieses Jubiläum und startet am 6. März mit Satelliten an 28 Orten, einer umfangreichen Website und einer Publikation zu Düttmanns Schaffen. 

1980 nahm Werner Düttmann an der Mitgliederfahrt der Berliner Akademie der Künste mit Aufenthalt in Sep Rufs Sommerhaus „Querce Sola“ teil. Weitere Teilnehmer*innen der Reise waren Werner Wirsing, der Bauhäusler Arieh Sharon, Horst Linde, Friedrich Spengelin, Pierre Vago, der Bauingenieur Ulrich Finsterwalder, die Bildhauer Bernhard Heiliger und Fritz Koenig, der Komponist Günter Bialas und die Schauspielerinnen Maria Wimmer und Marianne Hoppe. 

>>> https://wernerduettmann.de

>>> Hansabüchrei (im Hintergrund die beiden Wohnhäuser von Sep Ruf)

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Januar 2021
Der Abriss des Wohnhauses Theo und Grete Pabst in Darmstadt. Der Nachruf auf das Pabst-Haus mahnt zu mehr Aufmerksamkeit für den Bestand, von Regina Stephan.

>>> Bauwelt 2.2021



Wohnhaus Theo Pabst, © TU Darmstadt

Theo Pabst, drei Jahre älter als Sep Ruf, hatte auch an der Technischen Hochschule München studiert und 1929, als Ruf mit dem Hauptstudium begann, diplomiert. Beide lernten sich 1933 über den Bau der Mustersiedlung Ramersdorf kennen. Die beiden freundeten sich an und unternahmen am Wochenende gemeinsam Ausflüge. 1948 erhielt Pabst eine Professur in Darmstadt, die zunächst Ruf angeboten worden war. In München erregte Pabst 1950/51 mit dem Kaufhof am Stachus, dem ersten modernen Stahlbetonskelettbau der Stadt, Aufmerksamkeit. Nachdem Pabst und Ruf Preise im Wettbewerb für die Neue Maxburg 1952 erhalten hatten, bildeten die beiden Freunde für den Bau eine Arbeitsgemeinschaft.

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Dezember 2020
BR Retro. Eine Zeitreise in die Vergangenheit: Mit „BR Retro“ öffnet der BR seine Fernseh-Archive und zeigt Bayern, wie es jeder kennt, Bayern wie es keiner kennt. Und Bayern, wie es keiner mehr kennt.
>>> Zur Sendungshomepage

Eine Auswahl:
>>> Ruinen in München und Neubauten 1960, 15 Min.
>>> „Dolce far niente“: Eisdielen in München, 4 Min.
>>> Loriot, Ernst Maria Lang & Co. zeichnen Neujahrswünsche, 13 Min.
>>> U-Bahnbaubeginn in München 1965, 14 Min.
>>> Weihe der Erlöserkirche Grainau 1961 (Olaf Andreas Gulbransson), 5 Min.

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Oktober 2020
München_Ortstermin. Die Stadt nach dem Krieg und heute
Seidlvilla München 1. Oktober bis zum 18. Dezember 2020

>>> Zur Ausstellung
>>> Interview mit Sebastian Winkler und Franz Schiermeier

Wie sich München gewandelt hat – eine Zeitreise in Bildern, Abendzeitung München
(1) Der Stadtvergleich: München nach dem Krieg – und heute, 14.11.2020
(2) Die Stadt im Wandel, 16.11.2020
(3) Wie anders doch das Leben war, 17.11.2020
(4) Die neue Altstadt, 18.11.2020
(5) Von wegen Szeneviertel, 19.11.2020
(6) Schwabing einst und heute, 20.11.2020

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Juli 2020
Drohender Teilabriss: Blindeninstitut – Schule und Heim mit Sondertagesstätte für geistig behinderte Sehbehinderte und Blinde in Rückersdorf bei Nürnberg, Dachsberweg 1


Bernhard Heid, Fürth; Landschaftsarchitekten: Edgar Tautorat, Ammerndorf 
Wettbewerb 1989, 1. Preis 
Bauzeit: 1991–1996 
Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung, 2002, Sonderankauf  

Nach 25 Jahren planen der neue Vorstand und die Schulleitung des Blindeninstitut das Ensemble teilweise abzureißen und zu sanieren. Vom Abriss betroffen sind die prägnanten sternförmigen Schul- und Wohnheimpavillons, die durch orthogonale Baukörper ersetzt werden sollen, der langgestreckte Baukörper zur Bahn soll als Lärmschutz erhalten bleiben.

Blindeninstitut: Weiterlesen >>>

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Mai 2020
Filme zum Wiederaufbau


Von Bausünden und Bürgerprotest 
>>> Sendung: Unsere Geschichte
27.5.2020, 21.00 Uhr, NDR, 43:00 (verfügbar bis 27.5.2021)

Unsere Städte nach ’45
30.05.2020, 20.15 Uhr, ARD-alpha, Bomben und Bausünden, Folge 1, 45:00
30.05.2020, 21.00 Uhr, ARD-alpha, Abriss und Protest, Folge 2, 45:00

>>> Unsere Städte nach ’45
Der Bombenkrieg, MDR, 44:23

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März 2020
Interview

Philip Ost (Mitglied in der Sep Ruf Gesellschaft) im Online Magazin zur Nachkriegsmoderne
„Das ist die falsche Frage“ – moderne REGIONAL

siehe auch: Biblio-Philo und „German Post-War Modern“

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Januar 2020
Buchempfehlung


S. 202: Gelände der Maxburg, Deutsche Pflegeeltern mit Mischlingskindern aus einer deutsch-amerikanischen Beziehung; Foto: bpk/Hanns Hubmann, München, 1949

Buchempfehlung: Harald Jähner, Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945–1955, Rowohlt • Berlin 2019
Download Leseprobe

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Dezember 2019
Verkauf des Areals Tucherpark


„Milliardendeal Tucherpark“, Abendzeitung vom 4.12.2019
Siehe die weiteren Meldungen zum Verkauf des Areals Tucherpark auf unserer Presseseite

Architekten: Sep Ruf, Uwe Kiessler, Hild und K u.a.
Landschaftsarchitektur: Karl Kagerer, Ismaning
Skulpturen: Marcello Mascherini, Vittoria, 1968; Isamu Noguchi, Zwillingsplastik, 1972; Bernhard Heiliger, Zeichen 74, 1974; Toni Stadler, Ägäis, 1964; Fritz Koenig, Große Torfigur, 1986; Otto Wesendonck, Ying-Yang-Brunnen, 1986; Elfe Gerhart, Die Last, Jahr unbek.; Lothar Dietz, Junge mit Schwan, 1953 (nicht mehr vor Ort); Galliard-Sansonetti, Windhunde, 1897; Hermann Hollweck, Activa

Kunstspaziergang: Verborgene Idyllen, Abendzeitung München, 17.11.2020

BR, Zwischen Spessart und Karwendel, 2008

Tucherpark: Weiterlesen >>>

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Oktober 2019
Gefährdet: Situlischule, ein „Schmuckkästchen“1 mit Kindergarten in München-Freimann
Franz Ruf, Johannes Ludwig; Kunst am Bau: Karl Knappe, Josef Karl Nerud; Grünplanung: Alfred Reich, 1952–1954

Stellungnahme zur Bedeutung der Schule, 01.02.2021 (Irene Meissner, Martin Rössler)

Flyer zur Situlischule (von Martin Rössler)

„Plötzlich Denkmal“, Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2019
„Angebliches Angebot“, Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2019


Situlischule: Weiterlesen >>>

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