Foto: Verena Gagern-Steidle
29. November 2025
Gefährdet: Uwe Kiessler und Partner, Rischart’s Backhaus, Buttermelcherstraße 16, 80469 München
Bauzeit: 1979–1982; Aufstockung: 1990–1993
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PRESSE
Vom 13.02.2025 bis 31. Mai 2025 wird die „Gläserne Backstube“ in der Ausstellung REFLEXION: Licht Spiegel Transparenz in der Pinakothek der Moderne (Rotunde 2. OG) gezeigt.
Rischart’s Backhaus, 1979–1982 nach Plänen von Uwe Kiessler und Partner errichtet, ist gefährdet.
Mitten in München, im von Wohnen und Arbeiten geprägten Gärtnerplatzviertel, entstand mit der „Gläsernen Backstube“ nicht nur ein architektonisches Kleinod, sondern auch ein leistungsfähiger Betrieb. Das Gebäude liegt im Hinterhof eines innerstädtischen Häuserblocks. Das an der Straße gelegene Wohnhaus blieb erhalten, das Industriegebäude im Hof wurde restauriert und an dessen Rückseite durch einen verglasten Verbindungsgang die 800 m2 große Backhalle angeschlossen. Zwei einfache Stahlträger überspannen stützenfrei den Raum, durch die verglasten Dächer fällt Tageslicht auf den engen Baugrund. Auf beiden Seiten schließen sich begrünte Freiflächen an. Im Zentrum steht ein großer Ofenblock, der die Backhalle in einen Bäckerei- und Konditoreibereich teilt. Das Gebäude erhielt u.a. eine Anerkennung des Mies-van-der-Rohe-Preises und den BDA-Preis Bayern. 1993 erfolgte ein Anbau an die Backhalle und die Aufstockung des Rückgebäudes.
Seit Ende April 2025 steht das Gebäude leer und ist nicht mehr zugänglich. Obwohl das Projekt ein Bekenntnis zur Lebendigkeit der Stadt ist und das Potenzial zu einer Transformation hat, ist ein Abriss ist zu befürchten.
Rischart’s Backhaus, Buttermelcherstr. 16, 80469 München
Planung: Uwe Kiessler, Hermann Schultz, Richard Stelzer
Freiraumplanung: Günther Grzimek
Bauzeit: 1979–1982; 1990–1993 (Aufstockung Vorderhaus)
Auszeichnungen: 1983 BDA Preis Bayern, 1984 Deutscher Stahlbaupreis, 1984 Anerkennung zum Mies van der Rohe Preis
Weihnachtskarte 2025
Christina Arnold, Gläserne Backstube, Linoldruck auf Papier, Dezember 2025
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