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Ausstellung Maxburg

Donnerstag, 27. Juni 2019, 17 Uhr
Ein Vorbild für Europa: Die Maxburg in München

Eröffnung der Ausstellung
Maxburg, Eingang Lenbachplatz 7
im Lichthof des Landgerichts München I

Ausstellung: 28. Juni – 31. August 2019
MINI Pavillon (früher BMW-Pavillon), Lenbachplatz 7a
und Amtsgericht, 1. OG, Pacellistraße 5
Mo–Do 8.00–16.00 Uhr, Fr 8.00–14.45 Uhr (Amtsgericht)

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„Der Einklang der Reste der Münchner Maxburg mit dem Neubau von Sep Ruf und Theo Pabst ist ein Vorbild für Europa, wie Altes und Neues ohne Kompromiß und doch harmonisch zusammenleben können.“   Nikolaus Pevsner, 1971

Der moderne Wiederaufbau (1954–1957) der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Herzog-Max-Burg polarisierte wie kein anderes Bauvorhaben in der Nachkriegszeit die Münchner Bürger. Auch in zahlreichen kritischen Presseartikeln wurde die Architektur von Sep Ruf und Theo Pabst als „hart“, „amerikanisch“ und „unmünchnerisch“ bezeichnet. Bürger forderten eine Probefassade und initiierten eine Unterschriftenaktion. Demgegenüber lobten Vertreter der Münchner Architektenschaft sowie die deutsche und englische Fachpresse den Neubau. Auch der Kunsthistoriker Sigfried Giedion hob 1960 in einem Brief an seinen Freund Walter Gropius einzig die Architektur von Sep Ruf aus dem für ihn „hoffnungslosen Wiederaufbau des Münchner Stadtkerns“ hervor. 1971 würdigte der Doyen der europäischen Architekturgeschichtsschreibung, Nikolaus Pevsner, im Lexikon der Weltarchitektur die Maxburg als „ein Vorbild für Europa, wie Altes und Neues ohne Kompromiß und doch harmonisch zusammenleben können“.

In der gegenwärtigen Diskussion um die Rekonstruktion ganzer Altstädte gewinnt die Maxburg als modern gestalteter städtischer Raum mit historischen Bezügen wieder besondere Bedeutung. Die Anlage, die deutschlandweit ihresgleichen sucht, ist für die Bürger geöffnet, Innen und Außen fließen ineinander und der Turm der alten Maxburg korrespondiert als maßstabsetzendes Element mit dem Bau. Dieses herausragende Beispiel des Wiederaufbaus in München wurde anfangs aufgrund einiger Bauschädenkritisiert. Die Kritiken verstummten bald und die Maxburg wurde für Jahrzehnte ein beliebter Treffpunkt. Leider fristet das Areal heute eher ein Schattendasein. Es ist zu hoffen, dass die breite Öffentlichkeit die Qualitäten dieses Münchner Architekturjuwels wieder erkennt oder neu entdeckt.

Die Ausstellung in den Schaufenstern des MINI Pavillons (früher BMW-Pavillon) erzählt anhand von Fotos, Texten und Filmausschnitten die Geschichte der Maxburg. Weitere Fotografien sind im 1. Obergeschoss des Amtsgerichts ausgestellt (Zugang über das Landgericht München I, Lenbachplatz 7). 

Eine Ausstellung des Amtsgerichts München in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Sep Ruf Gesellschaft e.V.

Foto: Lenbach- und Pacelliblock
mit dem Turm der alten Herzog-Max-Burg,
Postkarte, um 1957


Tradition, Transparenz und Demokratie
Wilhelm Warning porträtiert Sep Ruf,
einen Meister der deutschen Nachkriegsarchitektur

BR 2, Bayerisches Feuilleton, 2009 (Auszug zur Maxburg)

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