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Ausstellung Maxburg

Donnerstag, 27. Juni 2019, 17 Uhr
Save the Date: Eröffnung der Ausstellung
Ein Vorbild für Europa – Die Maxburg in München

„Der Einklang der Reste der Münchner Maxburg mit dem Neubau von Sep Ruf und Theo Pabst ist ein Vorbild für Europa, wie Altes und Neues ohne Kompromiß und doch harmonisch zusammenleben können.“   Nikolaus Pevsner, 1971

Der moderne Wiederaufbau (1954–1957) der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Herzog-Max-Burg polarisierte wie kein anderes Bauvorhaben in der Nachkriegszeit die Münchner Bürger. Die als „hart“, „amerikanisch“ und „unmünchnerisch“ bezeichnete Architektur von Sep Ruf und Theo Pabst führte zu zahlreichen kritischen Presseartikeln, Bürger forderten eine Probefassade und initiierten eine Unterschriftenaktion. Demgegenüber lobten Vertreter der Münchner Architektenschaft sowie die deutsche und englische Fachpresse den Neubau. Auch der Kunsthistoriker Sigfried Giedion hob 1960 in einem Brief an seinen Freund Walter Gropius einzig die Architektur von Sep Ruf aus dem für ihn „hoffnungslosen Wiederaufbau des Münchner Stadtkerns“ hervor. Der Doyen der europäischen Architekturgeschichtsschreibung, Nikolaus Pevsner, würdigte schließlich 1971 im Lexikon der Weltarchitektur die Maxburg als „ein Vorbild für Europa, wie Altes und Neues ohne Kompromiß und doch harmonisch zusammenleben können“.

In der gegenwärtigen Diskussion um die Rekonstruktion ganzer Altstädte gewinnt die Maxburg als modern gestalteter städtischer Raum mit historischen Bezügen wieder besondere Bedeutung. Die Anlage, die deutschlandweit ihres gleichen sucht, ist für die Bürger geöffnet, Innen und Außen fließen ineinander und der Turm der alten Maxburg korrespondiert als maßstabsetzendes Element mit dem Bau. Dieses herausragende Beispiel des Wiederaufbaus in München wurde anfangs aufgrund einiger Bauschäden auch als “Murxburg” bezeichnet. Die Kritiken verstummten bald und die Maxburg wurde für Jahrzehnte ein beliebter Treffpunkt. Leider fristet das Areal heute eher ein Schattendasein. Es wäre sehr zu wünschen, dass die breite Öffentlichkeit die Qualitäten dieses Münchner Architekturjuwels wieder erkennt oder neu entdeckt.

Die Ausstellung in den Schaufenstern des BMW-Pavillons erzählt anhand von Fotos, Texten und Filmausschnitten die Geschichte der Maxburg. Weiterführende Materialien sind im 1. Obergeschoss des Amtsgerichtes ausgestellt (Zugang über den Lichthof am Lenbachplatz). 

Eine Ausstellung des Amtsgerichts München in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Sep Ruf Gesellschaft e.V.

Foto: Lenbach- und Pacelliblock
mit dem Turm der alten Herzog-Max-Burg,
Postkarte, um 1957

Tradition, Transparenz und Demokratie
Wilhelm Warning porträtiert Sep Ruf,
einen Meister der deutschen Nachkriegsarchitektur

BR 2, Bayerisches Feuilleton, 2009 (Auszug zur Maxburg)

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