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60 Jahre Weltausstellung Brüssel

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr
60 Jahre Weltausstellung Brüssel

Siehe auch die Meldung im BauNetz:

Im 20. Jahrhundert hat sich Deutschland dreimal mit wegweisenden Bauten, die Architekturgeschichte schrieben, auf Weltausstellungen präsentiert: 1929 in Barcelona mit den fließenden Räumen des Gebäudes von Ludwig Mies van der Rohe, 1958 in Brüssel mit den transparenten, schwebenden Pavillons von Sep Ruf und Egon Eiermann und 1967 in Montreal mit der kühnen Zeltdachkonstruktion von Frei Otto.

Der von Sep Ruf gemeinsam mit Egon Eiermann errichtete Deutsche Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel 1958 war Höhepunkt der Inszenierung von Transparenz als Ausdruck eines neuen, demokratischen Deutschlands. Die Pavillon-Konzeption basiert auf der von Sep Ruf 1950 entworfenen Nürnberger Akademie. Zusammen mit Eiermann führte er die Entmaterialisierung bis an die Grenze des Möglichen, die Bauten scheinen sich aufzulösen und über dem Boden zu schweben. Weiter konnte man sich von der Blut-und-Boden-Architektur und der Naturstein-Schwere des Pavillons von Albert Speer, mit dem sich Deutschland zum letzten Mal auf der Weltausstellung 1937 in Paris präsentiert hatte, nicht entfernen. Die internationale Moderne als neue Heimat der Deutschen, dies war die Botschaft der Pavillons in Brüssel.

Zur Erinnerung an das vor 60 Jahren errichtete architektonische Meisterwerk spricht der Berliner Architekturhistoriker Dr. Paul Sigel über „Die Haltung der Zurückhaltung. Der deutsche Beitrag auf der Weltausstellung Brüssel 1958“.

Als besonderes Highlight findet ein Gespräch mit zwei ehemaligen Mitarbeitern statt, die in Düsseldorf im Büro von Eiermann und Ruf am Deutschen Pavillon gearbeitet haben. Zudem wird bislang unbekanntes Fotomaterial eingespielt.

Eine Veranstaltung der Sep Ruf Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Egon Eiermann Gesellschaft e.V.

Download PDF Vortrag_Weltausstellung_6_12_2018

Donnerstag, 6.12.2018, 19 Uhr
Technische Universität München
Thierschbau, Lesesaal, ehem. Teilbibliothek, 2. OG, Raum 2350
Eingang VI, Ecke Gabelsberger- Luisenstraße

© Foto: Eberhard Troeger

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